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Recruiting ohne Erfolgsprovision: warum Sie als KMU mit transparentem RPO besser fahren

Zwei Personen im ruhigen Gespräch an einem Tisch

Eine offene Stelle kostet Geld. Jeden Tag, an dem sie unbesetzt bleibt, und am Ende auch bei der Besetzung selbst. Viele Inhaber und Geschäftsführer von KMU kennen den Reflex: Man ruft einen Personalvermittler an, dieser findet jemanden, und die Rechnung folgt. Öffentlich publizierte Schweizer Tarife in unserem belegten Beispiel-Set reichen je nach Modell und Salär von 18 bis 30 Prozent des Jahreslohns. Das ist eine beobachtete Stichprobe, kein allgemeiner Marktstandard.

In diesem Beitrag erklären wir, wie die klassische Vermittlungsprovision rechnet, warum sie für KMU teuer ist und wie ein transparentes Modell nach Stundenaufwand funktioniert. Ohne Verkaufsdruck. Einfach die Zahlen, damit Sie selbst entscheiden können.

Was eine Erfolgsprovision wirklich kostet

In unserem belegten Beispiel-Set liegen öffentlich publizierte Schweizer Vermittlungstarife je nach Modell und Salär zwischen 18 und 30 Prozent des Bruttojahreslohns. Anbieter können anders rechnen; die Spanne beschreibt nur die unten verlinkten Beispiele.

Rechnen wir das durch. Stellen Sie eine Fachkraft mit einem Jahreslohn von CHF 100'000 an:

  • Bei 18 Prozent Provision: CHF 18'000
  • Bei 25 Prozent Provision: CHF 25'000
  • Bei 30 Prozent Provision: CHF 30'000

Das ist der Preis für eine einzige Anstellung. Bei einem Kaderlohn von CHF 150'000 entsprechen 18 bis 30 Prozent CHF 27'000 bis 45'000. Wann die Gebühr fällig wird und welche Garantie gilt, richtet sich nach dem jeweiligen Vertrag.

Der entscheidende Punkt: Die Provision hängt am Lohn. Eine gut bezahlte Stelle ist für den Vermittler nicht zwingend schwieriger zu besetzen als eine schlecht bezahlte. Trotzdem zahlen Sie bei der gut bezahlten Stelle deutlich mehr. Die Höhe der Provision folgt damit dem Salär. Der geleistete Aufwand spielt für den Betrag keine Rolle.

Die Anreize im Provisionsmodell

Ein erfolgsbasiertes Modell klingt zunächst kundenfreundlich. Kein Erfolg, keine Kosten. Ein Blick auf die Anreize im Modell zeigt, worauf Sie achten sollten.

Tempo wird belohnt. Wenn die Bezahlung allein am Abschluss hängt, honoriert das Modell Geschwindigkeit. Sorgfalt in der Passung zahlt sich darin nicht aus. Eine Fehlbesetzung ist für Sie teuer. Studien aus dem deutschsprachigen Raum schätzen die Gesamtkosten einer Fehlbesetzung je nach Funktion auf ein Mehrfaches des Jahreslohns. Genau berechnen lässt sich das selten, aber teuer ist es immer.

Die Vergütung wächst mit dem Lohn. Da die Provision am Salär hängt, steigt sie mit jedem Franken, den Sie am Ende zahlen. In der Lohnverhandlung wirkt das auf Ihr Budget.

Parallele Prozesse. Ein gesuchtes Profil steht oft bei mehreren Firmen gleichzeitig im Verfahren. Wer zuerst zusagt, erhält die Person und zahlt. Das erhöht den Zeitdruck auf Ihrer Seite.

Diese Punkte beschreiben die Logik des Modells. Über die Arbeitsweise einzelner Anbieter sagen sie nichts. Sie zeigen, dass die Provision Anreize setzt, die von Ihrem Ziel einer dauerhaft passenden Anstellung abweichen können. Transparenz entsteht erst, wenn Aufwand und Bezahlung zusammenpassen.

Recruiting nach Stundenaufwand: das transparente Modell

Die Alternative ist einfach. Sie bezahlen die tatsächlich geleistete Arbeit. Recruiting nach Stundenaufwand bedeutet: Wir suchen, sichten, führen Gespräche und begleiten den Prozess, und Sie sehen genau, wofür Sie bezahlen.

Bei clever hr arbeiten wir im Recruiting zu CHF 175 pro Stunde, ohne Erfolgsprovision. Was das in der Praxis bedeutet, zeigt ein einfacher Vergleich für unsere Beispielstelle mit CHF 100'000 Jahreslohn:

  • Klassische Vermittlung, 25 Prozent: CHF 25'000
  • Recruiting nach Aufwand, angenommen 40 bis 60 Stunden für eine vollständige Suche: rund CHF 7'000 bis CHF 10'500

Der genaue Aufwand hängt von der Stelle ab. Eine schwer zu findende Spezialistin braucht mehr Stunden als eine breit gesuchte Funktion. Aber selbst bei aufwendigen Mandaten bleibt der Betrag in der Regel deutlich unter einer prozentualen Provision. Und das Entscheidende: Sie sehen vorab, womit Sie rechnen müssen.

Diese Planbarkeit ist für ein KMU mit 20 bis 100 Mitarbeitenden bares Geld wert. Sie budgetieren eine Anstellung wie jedes andere Projekt, mit einer Zahl, die von Anfang an feststeht. Mehr zu unseren Recruiting-Leistungen finden Sie auf der Seite Leistungen, und die konkreten Ansätze stehen offen auf der Seite Preise.

Was ist RPO und wann lohnt es sich

RPO steht für Recruitment Process Outsourcing. Sie lagern einen Teil oder den gesamten Rekrutierungsprozess an einen externen Partner aus, der wie eine verlängerte HR-Abteilung arbeitet. Das reicht von der Stellenplanung über die Ausschreibung und das Active Sourcing bis zur Vorauswahl, den Interviews und der Begleitung bis zum Onboarding.

Wann lohnt sich RPO für ein KMU?

  • Wenn Sie kein eigenes HR haben oder Ihr HR überlastet ist.
  • Wenn Sie mehrere Stellen gleichzeitig oder über das Jahr verteilt besetzen.
  • Wenn Sie Recruiting-Know-how nutzen wollen, ohne intern eine ganze Stelle dafür aufzubauen.

Der Unterschied zur klassischen Vermittlung liegt im Modell. RPO nach Stundenaufwand bezahlt den Prozess und damit die geleistete Arbeit. Sie behalten die Kontrolle über Ihre Marke, Ihre Ansprache und Ihre Entscheidungen. Der Partner bringt Struktur, Werkzeuge und Geschwindigkeit. Bei clever hr übernimmt KI im Hintergrund Teile der Sichtung und der Ansprache und macht beides schneller und damit günstiger. Der Datenschutz folgt dabei Schweizer Recht.

Active Sourcing: passende Personen direkt ansprechen

Ein zentraler Baustein modernen Recruitings ist Active Sourcing. Der Begriff bedeutet schlicht, dass man passende Personen aktiv anspricht.

Der Hintergrund: Die besten Fachkräfte suchen oft gar nicht aktiv. Sie haben einen Job und sind grundsätzlich zufrieden. Eine klassische Stellenausschreibung erreicht diese Menschen nicht. Active Sourcing schon. Über berufliche Netzwerke und gezielte Direktansprache kommt man mit Personen ins Gespräch, die auf eine Anzeige nie reagiert hätten.

Für KMU ist das besonders wertvoll. In vielen Branchen ist der Markt leergefegt, und wer nur ausschreibt, sieht nur einen Bruchteil der möglichen Kandidatinnen und Kandidaten. Active Sourcing erweitert den Kreis. Es braucht Zeit und Sorgfalt, und genau deshalb passt es gut zu einem Modell nach Stundenaufwand: Der Aufwand für die aktive Suche wird sichtbar und fair verrechnet.

Der rechtliche Rahmen in der Schweiz

Ein Wort zur Rechtslage, weil hier viel Verwirrung herrscht. Die private Arbeitsvermittlung in der Schweiz ist im Arbeitsvermittlungsgesetz geregelt, kurz AVG. Wer gewerbsmässig und gegen Entgelt Stellensuchende und Arbeitgeber zusammenbringt, braucht eine kantonale Bewilligung. Bei grenzüberschreitender Vermittlung kommt eine Bewilligung des SECO hinzu.

Wichtig für das Thema Provision: Das Gesetz begrenzt vor allem die Gebühren, die einem Stellensuchenden verrechnet werden dürfen. Die Verordnung dazu, die GebV-AVG, setzt hier klare Obergrenzen zum Schutz der Arbeitnehmenden. Die Provision hingegen, die der Arbeitgeber zahlt, ist gesetzlich nicht in dieser Form gedeckelt. Sie ist Verhandlungssache. Genau deshalb variieren die Ansätze am Markt so stark, und genau deshalb lohnt es sich, das Modell zu hinterfragen, bevor Sie unterschreiben.

Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Die massgebenden Texte sind das AVG und die zugehörigen Verordnungen, einsehbar über die Bundesbehörden.

So entscheiden Sie als KMU

Stellen Sie sich vor jeder Beauftragung drei Fragen:

  • Bezahle ich Leistung oder Salär? Eine Provision am Lohn bemisst sich am Salär der besetzten Stelle. Ein Stundenmodell bemisst sich an der geleisteten Arbeit.
  • Kenne ich die Kosten vorher? Ein Stundenmodell ist planbar, eine Provision oft erst am Schluss klar.
  • Wer trägt das Risiko der Passung? Ein guter Partner denkt über die Unterschrift hinaus bis zur gelungenen Einarbeitung.

Mit einem Modell nach Stundenaufwand wissen Sie, wofür Sie zahlen, und Sie behalten die Kontrolle über Ihre Anstellungen. Wie KI die Suche zusätzlich beschleunigt, lesen Sie im Beitrag zu KI im HR, und wann es sinnvoll ist, gleich das ganze HR auszulagern, zeigt unser Leitfaden. Wenn Sie wissen möchten, wie ein konkretes Mandat für Ihr Unternehmen aussehen könnte, sprechen Sie mit uns über die Seite Kontakt. Wir rechnen Ihnen den Aufwand vorab durch, transparent und ohne Erfolgsprovision.

Häufige Fragen

Welche Vermittlungsprovisionen sind in der Schweiz öffentlich publiziert?

In unserem belegten Beispiel-Set öffentlich publizierter Schweizer Tarife reicht die Spanne je nach Modell und Salär von 18 bis 30 Prozent des Bruttojahreslohns. Das ist eine beobachtete Stichprobe und kein allgemeiner Marktstandard. Bei CHF 100'000 Jahreslohn entsprechen 18 bis 30 Prozent CHF 18'000 bis 30'000.

Was bedeutet Recruiting ohne Erfolgsprovision?

Sie bezahlen die tatsächlich geleistete Arbeit, also den Stundenaufwand für Suche, Sichtung, Gespräche und Begleitung. Bei clever hr arbeiten wir im Recruiting zu CHF 175 pro Stunde ohne Erfolgsprovision. Die Kosten sind dadurch planbar und häufig tiefer als eine prozentuale Provision.

Was ist RPO und eignet es sich für KMU?

RPO steht für Recruitment Process Outsourcing. Sie lagern einen Teil oder den ganzen Rekrutierungsprozess an einen externen Partner aus, der wie eine verlängerte HR-Abteilung arbeitet. Für KMU lohnt sich das besonders, wenn kein eigenes HR vorhanden oder dieses überlastet ist, oder wenn mehrere Stellen über das Jahr besetzt werden.

Was ist Active Sourcing?

Active Sourcing bedeutet, dass passende Personen aktiv und direkt angesprochen werden. So erreicht man auch Fachkräfte, die nicht aktiv suchen, aber für das richtige Angebot offen wären. Gerade in Branchen mit Fachkräftemangel erweitert das den Kreis möglicher Kandidatinnen und Kandidaten deutlich.

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